![]() |
![]() |
![]() Eduard Strauss II. Eduard Strauss II. (24.3.1910 –
6.4.1969) – zum Verwandtschaftsverhältnis siehe den Stammbaum
der Familie – trat erstmals anlässlich des Strauss-Jubiläums
im Jahr 1949 als Dirigent an die Öffentlichkeit. Man gedachte des
100. Sterbetages von Johann Strauss Vater und des 50. von Johann Sohn.
20 Jahre lang widmete er sich anschließend vornehmlich der Interpretation
der Musik seiner Familie. „Die Spannung kommt nicht vom Tempo; der Rhythmus
kommt nicht vom Schlagwerk, sondern von den Bässen, Bratschen,
den Zweiten Geigen“. Wie sein Großvater Eduard Strauss I. (1835 –
1916) bereiste auch Eduard II. viele Länder der Welt. Im Herbst
1966 absolvierte er eine große Tournee durch die Vereinigten Staaten
von Amerika und Kanada mit dem eigens dafür neu gegründeten
„Wiener Johann Strauss- Orchester“, das bis heute existiert.
Er hat also dort mit einem Wiener Orchester – sogar in derselben
Besetzung – fortgesetzt, wo sein Großvater 65 Jahre zuvor
die berühmte Strausskapelle aufgelöst hatte. Am 27. Dezember 1950 heiratete er Elisabeth, geborene Pontes (1919 - 2001) die er während ihres Gesangstudiums am Konservatorium der Stadt Wien kennengelernt hatte – vor seiner Dirigentenkarriere war er dort als Korrepetitor in der Opernklasse tätig. Am 6. April 1969, einem Ostersonntag, starb Eduard Strauss II. völlig unerwartet in Wien als bisher letzter ausübender Berufsmusiker der Familie. Unwiederbringlich bleibt die besondere Atmosphäre, wenn es in 150 Jahren Familientradition hieß: „Heut' spielt der Strauss“ und ein Musiker der Familie, sozusagen „in eigener Sache“ am Podium agierte! Nähere Informationen gibt auf Anfrage sein Sohn Dr.
Eduard Strauss aus dem Familienarchiv, das die Tätigkeit Eduard Strauss
II. lückenlos dokumentiert. Das Buch ist beim Verlag Hans Schneider in Tutzing erschienen und dort für EURO 12,50 zu erwerben. >>> zum Artikel über das Buch von Prof. Georg Markus in der Tageszeitung KURIER vom 3. Mai 2011 |