![]() |
![]() |
|
Wir trauern um unseren Sohn und Bruder Michael Strauss 28.07.1988 - 05.07.2012 Er starb an den Folgen einer Chemotherapie gegen ein Leukämierezidiv. Susanne, Eduard und Thomas Strauss ACHTUNG: Seit 15.
10. 2010 sind Spenden an das WISF steuerbegünstigt und damit absetzbar!
Donnerstag 15. bis Sonntag 18. März 2012 Thema: In allen Kulturen findet sich Tanz als Ausdruck von Leben. Tanz als rhythmisch periodische Bewegung kann den Menschen aus dem Alltag in ein „überalltägliches Dasein“ versetzen und zugleich Erregung auslösen. „Mach kane Tanz“ oder „Drah kane Tanz“, lautet eine verbreitete Redewendung im Wiener Dialekt, die rät, „Rege dich nicht auf“ bzw. auch „Begehe in der Aufregung keine Dummheit“. Abgesehen davon ist das Leben allerdings von Aufregungen – wienerisch „Tanz“ – begleitet. Wiewohl ein Tanz zwar ebenfalls, jedoch positiv erregt, lässt er die Unannehmlichkeiten des Lebens sehr schnell vergessen. Vive la danse! [= Es lebe der Tanz] titelt Johann Strauss (Vater) deshalb seine im Juli 1831 uraufgeführten Walzer op. 47. Heiter auch in ernster Zeit nennen er und sein Wiener Musikverleger Tobias Haslinger vor dem Hintergrund einer sich nach Wien ausbreitenden Cholera-Epidemie im Spätsommer 1831 die neuesten Walzer op. 48, erstmals erklungen am 24. August bei einem Fest unter dem die Realität verdrängenden Motto „Wien wie es ist, ein Zauberreich für Musik und Frohsinn“. Drei Monate später waren der Seuche über 2000 Menschen erlegen, aber beim „Großen Katharinen-Ballfest“ am 23. November 1831 führt Johann Strauss (Vater) wieder neue Walzer auf, op. 49. Nun erhalten sie den Titel Das Leben ein Tanz, oder: DER TANZ EIN LEBEN! Der Witz dieses Wortspiels resultiert aus der doppelten Bedeutung des Begriffes Tanz, zunächst jener das Wiener Idiom aufgreifenden, der zufolge das Leben aus Aufregung und Unannehmlichkeiten – „Tanz“ – besteht, und dann der anderen, durch Versalien hervorgehobenen, die den Tanz als für das Leben wesentlich und erbauend sieht. Spricht daraus eine Mischung aus pathetischem Ernst und philosophischer Komik, oder ist es das Rezept einer patenten Lebenshaltung, „Glücklich ist, wer vergisst, was nicht zu ändern ist“? Wie sehen die Bezüge zwischen dem Tanz als musikalischer Form aber auch
als Bewegungsmodell und dem Leben der Menschen in Wien vom 19. Jahrhundert bis
zur Gegenwart in kultureller, geistiger, materieller, wirtschaftlicher und sozialer
Hinsicht aus? Welche Wechselwirkungen zwischen Tanz und Gesellschaft lassen
sich beobachten? Der Walzer eine Weltanschauung? Das Leben ein Galopp bis zu
Ekstase und Exzess? Oder verschwimmen Tanz und Leben wie Traum und Wirklichkeit
ineinander, vorgeführt in La vida es sueño [= Das Leben ein Traum]
(1635) von Calderón de la Barca bzw. in Franz Grillparzers Ableitung
Der Traum ein Leben (1834), drei Jahre nach Strauss’ genialem Walzertitel? Informationen zum Titelbild: Foto von Sophus Williams, Berlin, nach einem Gemälde von Ernst Hader, 1883; Wien Museum -> zum Programm hier! -> zur Nachlese hier! ACHTUNG! NEUE CD! Die von Ing. Rainer Picha hergestellte Live-Aufnahme des Chorkonzerts im Rahmen
der „Tanz-Signale 2012“ am 17. 3. 2012 ist nun für EUR
12,-- pro Stück plus Verpackungs- und Versandkosten erhältlich!
The CD of the concert of “Chorvereinigung Schola Cantorum” at the
“Altes Rathaus” on 17th of March 2012 within the “Tanz-Signale
2012”, recorded live by Ing. Rainer Picha is now available – even
with a cover in an English version! (see below)
Eduard Strauss Bitte vormerken! "Tanz-Signale 2013" vom 14.
bis 17 März 2013 |