Freitag, 13. März 2026, 14.00 Uhr
Symposium
House of Strauss / Casino Zögernitz
1190 Wien, Döblinger Hauptstraße 76
14.00 Begrüßung:
Eduard Strauss, Wiener Institut für Strauss-Forschung (WISF)
Hermann Rauter, House of Strauss / Casino Zögernitz
Norbert Rubey, Wiener Institut für Strauss-Forschung (WISF)
Moderation: Michele Calella, Institut füt Musikwissenschaft der Universität Wien
14.30 Thomas Aigner (Wien): Buchbinder und Geiger dazu – Johann Strauss Vaters Lehrjahre
15.00 Norbert Rubey (Wien): Carl Fux – mehr als ein Orchestermusiker
15.30 Pause
16.00 Marijana Kokanović Marković (Novi Sad): Im Spiegel der serbischen Presse (1845–1847): „Kranz der Dankbarkeit für Herrn Johann Strauss den Jüngeren“
16.30 Thomas Aigner (Wien): Souvenirs de Drèsde – Nachwirkungen der Deutschland-Tournee von Johann Strauss (Sohn) 1852
17.00 Susana Zapke (Wien): „Das französische Milieu“ und seine Einflüsse auf das Schaffen der Familie
Eintritt frei, freie Platzwahl, keine Anmeldung
Samstag, 14. März 2026, 09.30 Uhr
Fortsetzung des Symposiums
House of Strauss / Casino Zögernitz
1190 Wien, Döblinger Hauptstraße 76
Moderation: Susana Zapke, Musik und Kunst Privat-Universität der Stadt Wien (MUK)
09.30 Leigh Bailey (Wien): Maria Klenkhardt: Die Ehefrau von Eduard Strauss I.
10.00 Margareta Saary (Wien): Mäzenatentum im Netzwerk des Johann Strauss (Sohn)
10.30 Johannes Prominczel (Wien): Eduard Strauss, seine Kapelle und die Musikfreunde. Wechselseitiges Wegbereiten
11.00 Pause
11.30 Andreas Maurer (Wien): Vom Ballsaal ins Feuilleton: Johann Strauss (Sohn) im Spiegel der Presse
12.00 Ingomar Rainer (Wien): Johann Strauss (Sohn) in der Wahrnehmung von Eduard Hanslick
12.30 Mittagspause
14.30 Wolfgang Dosch (Wien) und seine Studierenden an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw):
Vortrag zum Thema:
Die singenden Inspirationen für Johann Strauss (Sohn) – Geistinger, Palmay, Girardi, Schweighofer u. a.
15.30 Pause
16.00 Christian Pollack (Wien) und Musiker des Orchesterensembles „Wiener Charme“:
Historisch-musikalische Enquete:
Johann Strauss (Vater) zum 222. Geburtstag
Auswahl aus seinen, Lanners und Pamers Werken in originalen kleinen Besetzungen
Moderation: Norbert Rubey
17.00 Ende der Tanz-Signale 2026
Eintritt frei, freie Platzwahl, keine Anmeldung
Wer aller steht hinter den eizigartigen Erfolgen der Wiener Musikerfamilie Strauss? Allein musikalische Begabung genügte in der unterhaltenden Musik Wiens im 19. Jahrhundert nicht mehr, und schon gar nicht zur weltweiten Verbreitung oder zu nachhaltigem Erfolg über zwei Jahrhunderte. Ungefähr 1.600 Kompositionen schufen drei Generationen Strauss – und dazu die Organisation und Durchführung unzähliger Konzertreisen im In- und Ausland, bis Russland oder Amerika. Ohne einen entsprechend starken Hintergrund wäre das nicht möglich gewesen.
Die allgemeine Kenntnis über die Helfer zum Aufbau einer Weltkarriere über zwei Jahrhunderte ist erschreckend gering – auch in musikwissenschaftlichen Kreisen und leider sogar im universitären Bereich im In- und Ausland, wenngleich mittlerweile Bereitschaft zur Akzeptanz wissenschaftlicher Strauss-Forschung signalisiert wird!
Namentlich sind viele Wegbereiter der Strauss-Dynastie kaum bekannt. Wer weiß schon, wer im Hintergrund der Firma Strauss arbeitete oder sogar die Fäden zog? Nennt man sie, werden sie in den Kreisen vieler „Strauss-Freunde“, aber sogar auch in manchen Wissenschaften geleugnet, will man doch kein Denkmal schmälern oder gar stürzen!
Doch Ehre, wem Ehre gebührt!
Johann Strauss (Vater) hatte ein Geschäftsmodell entwickelt, das seine Söhne Johann, Josef und Eduard und dann Johann (Enkel) nur übernehmen und weiterentwickeln mussten. Inwieweit gilt dieses Erfolgsrezept heute noch?
Es gilt die Entwicklung erfolgreicher Teamarbeit auf dem Sektor unterhaltender Musik im 19. Jahrhundert aufzuzeigen, Modelle die selbst im 21. Jahrhundert noch praktiziert werden bzw. ausbaufähig sind. Nachhaltig wirkende Strauss-Musik lebt aus ihrer Authentizität heraus, weniger von Modeerscheinungen. Daher gilt es auch den Wegbereitern zum Ruhm der Strauss-Dynastie Aufmerksamkeit zu schenken. Worin lag ihre Verantwortung?
Prof. Norbert Rubey